Wie die Regenzeit wirklich ist
Balis Regenzeit läuft grob von November bis März, und das ehrliche Bild sind Wolkenbrüche statt ganztägigem Regen. Ein typischer Regenzeit-Tag bringt oft starken Regen am Nachmittag oder Abend, manchmal kurz und heftig, mit sonnigen oder hellen Phasen drumherum statt durchgehendem Grau. Die Luftfeuchtigkeit ist höher und die Luft fühlt sich schwerer an, und das Meer kann an offenen Küsten rauer und trüber sein. Es regnet nicht jeden Tag oder den ganzen Tag, und das Muster schwankt von Jahr zu Jahr, betrachte dies also als den allgemeinen Rhythmus und nicht als Garantie. Viele Reisende haben in diesen Monaten großartige Trips, indem sie rund um die Schauer planen.
Der Vorteil: ruhiger, günstiger, grüner
Die Regenzeit hat echte Vorteile: weniger Andrang, sanftere Preise und die grünste Landschaft des Jahres. Außerhalb der Hochsaison im Juli und August und der Feiertage im Dezember sind die beliebten Sehenswürdigkeiten ruhiger und Unterkünfte und Touren kosten oft weniger, dein Geld reicht also weiter. Der Regen verwandelt auch die Landschaft: Die Reisterrassen werden tiefgrün und die Wasserfälle fließen voller und kraftvoller als in den trockeneren Monaten rund um April bis Oktober. Wenn deine Priorität Fotografie, Ruhe an den großen Sehenswürdigkeiten und ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis über garantiertem Sonnenschein ist, können diese Monate wirklich besser zu dir passen als die geschäftige Trockenzeit.
Dinge bei Regen
Bali hat viel zu bieten, wenn der Regen kommt, ein nasser Nachmittag ist also selten ein verlorener. Das ist eine gute Insel für Indoor-Erlebnisse: eine Spa-Behandlung oder Massage, ein balinesischer Kochkurs, ein Museum oder eine Kunstgalerie oder ein Bummel über einen überdachten Markt trotzen alle dem Wetter. Tempel bleiben zwischen den Schauern einen Besuch wert, und viele wirken unter trüben Himmeln am stimmungsvollsten. Ubud mit seinen Galerien, Workshops und seiner Wellness-Szene lässt sich im Regen besonders leicht genießen. Ein paar davon in deinen Plan einzubauen gibt dir immer eine Rückfalloption, wann immer der Himmel aufreißt.
Deinen Tag timen und eine Küste wählen
Rund um den Regen zu planen heißt vor allem, deinen Tag zu timen und eine ruhigere Küste zu wählen. Die Morgen sind oft der hellste Teil eines Regenzeit-Tages, daher lohnt es sich, Outdoor-Sehenswürdigkeiten früh zu machen und den Nachmittag flexibel für Indoor-Pläne zu halten, da der stärkere Regen meist später kommt. Auf dem Wasser sind die Ost- und Südostküsten rund um Sanur und Nusa Dua in diesen Monaten meist ruhiger und geschützter als der offene Westen, was beim Schwimmen und bei Bootstouren helfen kann. Die Bedingungen ändern sich aber von Tag zu Tag, prüf also am Abend zuvor die Vorhersage und halte deine Pläne locker.
Nyepi, der Tag der Stille
Nyepi, Balis Tag der Stille, fällt meist um den März, gegen Ende der Regenzeit. Das Datum folgt dem balinesischen Kalender und verschiebt sich jedes Jahr, prüf es also, wenn deine Reise in den März fällt. Einen ganzen Tag lang steht die ganze Insel praktisch still: keine Flüge rein oder raus, kein Ausgehen und Stille und Dunkelheit in der Nacht, wobei alle, Besucher eingeschlossen, drinnen bleiben sollen. Der Vorabend bringt die eindrucksvollen Ogoh-ogoh-Umzüge mit riesigen Ungeheuern aus Pappmaché. Es ist etwas Bemerkenswertes, das man erlebt, aber plane einen Tag in deiner Unterkunft ein, mit vorab besorgtem Essen und dem Nötigsten.
Packen und verbunden bleiben
Ein wenig Vorbereitung macht Bali in der Regenzeit leicht: pack für Regen und halte deine Pläne, und dein Handy, flexibel. Bring eine leichte Regenjacke und schnelltrocknende Kleidung mit, pack Sandalen mit Grip ein, da Wege und Stufen rutschig werden, und halte Elektronik auf Rollern und Booten in einer Trockentasche. Weil du Vorhersagen prüfen, rund um Schauer umbuchen und Outdoor-Tage kurzfristig gegen Indoor-Tage tauschen wirst, zählt Verbundenbleiben noch mehr als in der Trockenzeit. Ein funktionierender Datenplan lässt dich das Radar beobachten, eine Tour verschieben und ein Grab aus dem Regen rufen, ohne nach Café-WLAN zu jagen.






